Gedanken zur Nacht

Duell der Dichter

 

Zum Kampf der Dichter und Gesänge,

der auf Korhintos Landesenge

der Dichter Stämme froh vereint,

zog Goethe unser Dichterfreund.

Dieser Goethe kam zu Pferde,

doch Dunst entstieg der Erde.

Und nur sein Schatten ward erblickt

vom Wächter dieser Ruf geschickt:

„Wer reitet so spät durch Nacht und Wind?“

„Ich der Goethe, ich komm geschwind!“

 

Zusammen sind nun alle Gäste

versammelt bei der Dichtkunst Feste.

Alles feiert alles lacht

und langsam wird es Nacht.

Gelassen stieg die Nacht ans Land

Lehnt träumend an der Berge Wand

 

Die Nacht schuf tausend Ungeheuer;

Doch frisch und grausam war sein Mut:

In seinen Adern welches Feuer!

In seinem Herzen welche Wut

Aus diesem Grund,

Zu Goethe, dem Poeten, schlich

Damon, den Dolch im Gewande;

Ihn schlugen Häscher in Bande.

„Was wolltest du mit dem Dolche, sprich!“

Doch da gelingt ihm ein letzer Stich

 

Und schwer getroffen sinkt er nieder,

der Dichter im Schlafesmieder

 

Ich ging im Walde

So für mich hin,

Und nichts zu suchen

Das war mein Sinn.

Im Schatten sah ich Goethe steh`n

Er sprach zu euch, er sang zu euch;
da war's um mich gescheh`n:

Nach Hause konnte ich nun geh`n.

Denn ich konnte nicht erringen diesen Sieg.

Und so schwor ich Goethe Krieg.

Fest gemauert in der Erden

steht das Recht in Lehm gebrannt.

Dies hier soll dein Ende werden.

Los ihr Henker seid zur Hand!

25.8.07 23:01


Dämonen der Nacht

 

Hast du sie je geseh´n,
wenn sie nachts umgeh´n,
kleine Kinder jagen,
alte Menschen plagen?
 

die Fratzen der Dämonen,
des Teufels Gorgonen,
sie sind der Schrecken der Nacht,
erfüllt von schwarzer Macht.
Diese grausame Höllenbrut
Mit ihren Fratzen aus Blut
gehen um in der Nacht
und rufen: „Satan erwacht!“
 

Hast du sie je geseh´n,
wenn sie nachts umgeh´n,
Lebende erschrecken
und Tote wecken?
 

Sie kommen aus ihren Löchern gekrochen,
denn sie haben dein Blut gerochen.
Deine Seele wollen sie haben,
dir schreckliche Angst einjagen.
Sie sind grausige Ungeheuer
Mit Mündern aus Feuer.
Und auch wenn sie deine Seele haben,
werden sie dich bin in Ewigkeit plagen.
 

Hast du sie je geseh´n,
wenn sie nachts umgeh´n,
scharren mit den Hufen,
den Teufel anrufen?
 

Sie ziehen ihre Kreise
Auf abscheuliche Weise
Malen grausige Zeichen,
vor denen selbst Mörder weichen.
Sie stimmen an ihre Todesgesänge
Es ertönen markerschütternde Klänge.
Und es stehen auf tausende Leichen,
die nur vor einer Sache weichen.
 

Sie fürchten nur der Sonne Strahl,
er ist für sie die grausamste Qual.
Denn für sie kennt sie kein Erbarmen.
Sie schickt ihre Strahlen, die hellen und warmen.
Und die werden sie alle verbrennen.
„Oh sie, wie sie zu ihren Gräbern rennen!“
 

Oder hast du sie je geseh´n,
wenn sie am Tage umgeh´n?

7.5.07 18:59


An einem schönen Sommertag


An einem schönen Sommertag
Da geh ich an die frische Luft.
Genieß die Sonne, fühl die Wärme und rieche Blumenduft.

An einem schönen Sommertag
Da stirbt an Hunger ein Kind.
Stirbt langsam, qualvoll, elend und weiter bläst der Wind.

An einem schönen Sommertag
Da esse ich ein kühles Eis
Geh schwimmen, Fußballspielen und munter rinnt der Schweiß.

An einem schönen Sommertag
Da werden geschlagen blutige Wunden
Sie brennen, schmerzen und die Erde dreht froh ihre Runden.

An einem schönen Sommertag
Da hab ich´s gerne kühl.
Trink Apfelschorle, Himbeersaft und es ist mir viel zu schwül.

An einem schönen Sommertag
Ist Krieg, herrscht Elend und Tod.
Explodieren Bomben und Granaten und ich brech´ das Alkoholverbot.

An einem schönen Sommertag
Sind alle Menschen tot und die Städte sind zerstört
Die Erde aber dreht sich weiter als hätt´ sie all die Bomben nicht gehört.

30.4.07 19:47


Politiker

 

Der Sänger singt,
der Träger bringt.
Der Bäcker bäckt,
der Schleimer leckt.
Der Dichter dicht,
Der Redner spricht.

Doch was mach ich,
Ich weiß es nicht.
Bin weder groß, noch schön, noch toll,
laber aber all´n die Ohren voll.

Der Denker denkt,
Der Führer lenkt.
Der Schreiber schreibt,
Der Tote bleibt.
Der Fischer fischt,
Der Weber flicht.

Und was mach ich,
Ich weiß es nicht.
Ich kann quatschen ohne Ende,
schüttel gerne der ander´n Hände.
Ich verprass gern fremdes Geld,
auch wenn man mich für´n Fiesling hält.

Der Ringer ringt,
Der Schwinger schwingt.
Der Kämpfer kämpft,
Der Dämpfer dämpft.
Der Stecher sticht,
Der Trinker bricht.

Und was mach ich,
ich weiß es nicht.
Doch Halt, nun fällt´s mir plötzlich ein,
was ich so gerne möchte sein.
POLITIKER das ist mein Ziel,
das zu erreichen braucht nicht viel.
Man muss nur reden ohne Ende
Und viel fuchteln mit die Hände.
Nichts machen, doch so tun als ob,
und man wird behandelt wie ein Gott.

Der Maurer mauert,
Die Weide trauert.
Der Jäger jagt,
Der Ausschuss tagt.
Der Politiker macht nichts und wird dafür bezahlt,
das ist es einfach, was ich mag,
drum auf zum deutschen Bundestag.

29.4.07 17:48


so willkommen auf meinem blog, auf dem ich meine aus langeweile oder anderen gründen selbst geschriebenen gedichte veröffetliche!

ich freue mich immer über kritik meinungen oder anregungen! 

29.4.07 17:46







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